Bulgarischer Kupferstecher Nikola Popov: Ausstellung und Schenkungen
Am 9. April eröffnet eine Ausstellung zu Nikola Popovs Werk im Bulgarischen Kulturinstitut – „Haus Wittgenstein“. Popov studierte 1890 bis 1895 in der Spezialschule für Kupferstecher der Akademie der bildenden Künste Wien. Im Jahr 2024 hat das Universitätsarchiv zwei Schenkungen erhalten - eine Grafik von Popov und zwei Dokumente von dessen Studienzeit.
Nikola Popov wurde 1865 im heutigen Stara Sagora geboren. Im Jahr 1895 schloss der erste akademisch ausgebildete bulgarische Kupferstecher sein Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien ab. Er nahm bereits als Student an der Kunstabteilung der Ersten Bulgarischen Landwirtschafts- und Industrieausstellung von 1892 in Plovdiv teil. Später war er der einzige bulgarische Vertreter in der Sektion „Kupferstich und Lithographie“ auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900.Nach seiner Rückkehr nach Bulgarien widmete er sich viele Jahre der Lehrtätigkeit und verstarb 1954 in der Hauptstadt Sofia. Er ist Träger der Goldenen Füger-Medaille, die bis heute als Auszeichnung für herausragende Leistungen an der Akademie der bildenden Künste verliehen wird.
Jetzt, 130 Jahre späte, kehren die Abdrücke, an denen Nikola Popov im Atelier von Prof. Johannes Sonnenleiter arbeitete, nach Österreich zurück, um im Bulgarischen Kulturinstitut – „Haus Wittgenstein“ – ausgestellt zu werden.
Stiche und Striche aus Wien
Die Ausstellung ist vom 9. April bis 7. Mai 2025 zu sehen und wird Werke aus der Sammlung der Galerie ‚Loran‘, der Galerie ‚Djurkovi‘ sowie aus den Sammlungen von Dr. Rumen Manov, Alexander Kerezov, Dr. Ludmil Veselinov und Viktor Bajdanov präsentieren. Zur Eröffnung der Ausstellung wird der Monographie Nikola Popov – Der Kupferstecher präsentiert, verfasst von Elisaveta Stantcheva, die auch Kuratorin der Ausstellung ist.
Zwei Schenkungen
Das Archiv der Akademie der bildenden Künste Wien erhielt im Jahr 2024 zwei Schenkungen, beide betreffend Nikola Popov (das ist die heutige Schreibweise, in den Akten heißt er Nikolaus Popow oder Popoff).
- Schenkung 2024 von Dr. Ludmil Veselinov, Bulgarien: Nikola Popov, Porträt eines Mannes, 1893, Kupferstich und Radierung, diese Grafik wird auf der Ausstellung im Wittgensteinhaus zu sehen sein. Der abgebildete Mann ist leider unbekannt.
- Schenkung 2024 von Dr. Rumen Manov, Bulgarien, von zwei Dokumenten des Nikola Popov während seiner Studienzeugnis, und zwar: ein Zeugnis von 1891 und eine Studienzeitbestätigung von 1893, unterzeichnet von seinem Professor Johannes Sonnenleiter (solche Originalzeugnisse befinden sich meist nicht im Archiv, weil sie an die Studierenden übergeben wurden).
In die Wege geleitet hat diese Schenkungen Mag. Elisaveta Stantcheva, die Kuratorin der Ausstellung.